Pflegerische Hilfen

Medizinischer DienstPflegehilfeIm Therapiezentrum leben Menschen deren Behinderungen auch eine umfassende pflegerische Betreuung erforderlich machen. Ausgangsbasis der Konzeption des Hauses ist das Wissen um die lebenslange Pflegebedürftigkeit und um die lebenslangen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten behinderter Menschen.
Die Einrichtung ist rechtlich  in der Eingliederungshilfe verankert und bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Pädagogik und Pflege. Im TZ erfolgt die Pflege der Bewohner und Bewohnerinnen orientiert an der Prozesspflege (AEDL Krohwinkel) und an bestehenden rechtlichen Vorgaben. Hierzu zählen u.a. das WTG (Wohn- und Teilhabegesetz), die Rahmenempfehlung "Behandlungspflege in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe"  aus dem Jahr 2005, Verpflichtungen, die aus dem Heimvertrag resultieren und der Rahmen des  vorgegebenen Stellenplans.

Die Pflege der Bewohner und Bewohnerinnen erfolgt
nach aktuellen und fachlich anerkannten Kriterien,
orientiert an den hausinternen Pflegestandards,
berufsfeldübergreifend, d.h.  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsfeldern der Pädagogik und Pflege bilden ein Team und jedes Teammitglied ist in die Pflege (Grundpflege und delegierbare behandlungspflegerische Tätigkeiten) bei den Bewohnern eingebunden.

 

Die Pflege der Bewohner und Bewohnerinnen wird auch als Beziehungsarbeit verstanden und erfolgt im Kontext der persönlichen und gesundheitlichen Hintergründe der Bewohner und Bewohnerinnen. Hierzu gehört es auch, im Einzelfall einen Ausgleich zwischen bestehenden Fürsorgepflichten und dem Recht auf Selbstbestimmung und Autonomie zu schaffen.

Das TZ  kooperiert mit verschiedenen Allgemeinmedizinern, die die hausärztliche Betreuung der Bewohner und Bewohnerinnen übernehmen, sowie mit Fachärzten.

Zusätzlich können Bewohner eigene Ärzte wählen. Notwendige Voraussetzung hierfür ist, dass diese auch Hausbesuche übernehmen. Die Bewohnerinnen und Bewohner bzw. deren gesetzliche Vertreter treffen die Wahl des Arztes. Es steht den Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. deren Angehörigen und gesetzlichen Vertretern frei, zusätzliche ärztliche Konsultationen zu initiieren und zu organisieren, insbesondere für die notwendige Begleitung zu sorgen.